Komplexitätsreduktion
Komplexität wird als vielfältige Ursache für betriebliche Kosten und Ineffizienzen angesehen. Zu denken ist an: Marktkomplexität durch Kundenvielfalt, auch Kleinkunden, Programmbreite und Typenvielfalt, Auftragsvielfalt etc. Produktkomplexität durch Komponentenzahl, mangelnden Standardisierungsgrad, ungünstiges, nicht prozessoptimales Design etc. Produktkomplexität durch mehrere Standorte, Fertigungsschritte, verschiedene Technologien in Hard- und Software, überhöhte Fertigungstiefe etc. Organisationskomplexität durch viele Aktivitäten, Koordinationsaufwand, aufwendige Systementwicklung und -anpassung etc.
Daher besteht der Wunsch zur Komplexitätsreduktion. Dafür gibt es mehrere Ansätze: Schlanke Prozesse, also solche ohne oder mit möglichst wenig Schleifen. Sie schaffen eine vollständige Transparenz über den Status jedes Entscheidungsobjekts, über die nächsten Schritte, die Termineinhaltung und Zuständigkeiten für Aktivitäten.
Konzentration auf Kernprozesse, also strategisch bedeutsame Aktivitäten. Dies befreit von Ballast und erlaubt die Fokussierung auf Potentiale, die komparative Wettbewerbsvorteile zu schaffen imstande sind. Flache Hierarchien und Verlagerung der Entscheidung auf die möglichst niedrigste Stufe. Dadurch werden Informationsverzerrungen (Stille Post-Prinzip) vermieden, die Fähigkeiten der Operative genutzt und die Motivation der dort tätigen Mitarbeiter gestärkt. Kommunikationsmedien zur Informationsaufnahme, Informationsspeicherung, Informationsverarbeitung und Informationsweiterleitung. Dadurch können Prozesse dezentral gesteuert und koordiniert (Erhöhung der Effizienz) und bessere Entscheidungen getroffen werden (Erhöhung der Effektivität).




